ich bin der Meinung, daß eine Entscheidung für einen großen Anbieter wesentliche Vorteile bringt, wenn es ein solch schlechtes Zinsniveau wird derzeit auf dem deutschen Kapitalmarkt gibt. Die Versicherungen sind durch Ihre vorgeschriebene oder vorgegebene Anlagestrategie gezwungen mit diesem Zinsniveau umzugehen, da nur max. 35% in Aktien angelegt werden dürfen. Ob dies ein Vorteil ist zeigt sich gerade in den letzten zwei Jahren. Leider haben junge und kleinere Gesellschaften nicht genügend Reserven aufgebaut um dieses schlechte Zinsniveau zu kompensieren. Folge davon ist die derzeitige Senkung der
Überschussbeteiligung durch viele Versicherer. Bei manchen geht dies sogar soweit, daß sie kurz vor dem Kollaps ( in der Branche spricht man von Zwangsverwaltung) stehen. Was nützt einem also ein Versicherer der mit niedrigen Kosten am Markt in Tests ,mit "prognostizierten" Ablaufleistungen immer vorne dabei ist und nun seine Versrpechen nicht mehr einlösen kann. Denn die Verzinsung die er nun bieten müsste, wäre ja weitaus höher, um die anderen wieder einzuholen. Das lustige dabei ist, daß der Zins kaum höher war oder sogar gleich wie bei der Allianz, AXA,HM,Victoria.Das Argument der niedrigen Kosten, die der Vorteil der Direktversicherer sind, trifft in diesem Fall auf die Allianz nicht zu, da diese im Marktvergleich gerade sehr wenig Kosten hat, obwohl Sie ein so großer Versicherer ist. Hier gibt es tolle Vergleiche und erhebliche Unterschiede. Die Provisionen der Vertreter sind im Marktvergleich eher niedriger als anderswo. Fazit ist daß sie in Tests, daher immer unter den ersten 10 Versicherern zu finden ist. Leider haben diese Tests für den Normalbürger nur die Aussagekraft, daß wer die beste Ablaufleistung prognostiziert gewinnt. Genau diese Aussage ist aber so unverbindlich, daß alle die sich danach gerichtet haben nun einen Denkzettel erhielten.
In unabhängigen und meiner Meinung nach viel sinnvolleren Tests von
Capital, MapReport etc. wurden die versprochenen Ablaufleistungen getestet mit den tatsächlichen erbrachten. Hier belegt die Allianz den durchschnittlichen Rangplatz von 1,2 wenn man die 25 größten Versicherer vergleicht. Eine Entscheidung für einen laut "Wirtschaftswoche" konservativen Versicherer, wenn es um die Prognosen geht (was ich ja gerade als Vorteil ansehe) halte ich daher derzeit für höchst empfehlenswert.
Im übrigen las ich einen Beitrag eines anderen, der aussagt eine "Rentenversicherung" abzuschließen wäre falsch, man solle eine fondsgebundene Versicherung abschließen, dazu möchte ich folgendes erwähnen.
Die ganzen Fonds leben von Ihrer Vergangenheit und den Verkäufern die diese anpreisen. Wenn aber sämtliche Analysten am deutschen Markt in den letzten 3 Jahren versagt haben, wie kann ich mir dann anmaßen ein Aussage zu treffen als Normalbürger. Nimmt man mal die bekannten "Templeton Growth" von Templeton "Pioneer II" von Fidelity oder DWS Investa, Akkumula, sowie DIT Industria, Concentra etc. so hätte man in den letzten Jahren beruhigt einen Fonds der Allianz selbst abschließen können, den Allianz Aktien International, der hätte alle geschlagen über diesen 5 Jahreszeitraum. Was will ich damit sagen: Die vielleicht zu erwarteten Werte, werden von Bankern und Versicherungsvertretern mit 9%, manche sogar mit unseriösen 12% hochgerechnet, da dies die durchschnittliche Wertentwicklung der Fonds in den letzten 20 Jahren war. Würden wir dies mit den letzten 2-3 Jahren vergleichen ohne mal den 11.September zu sehr zu gewichten, dann hätte das nicht zugetroffen. Zudem handelt es sich hier um eine "Wertentwicklung" und kein Zins, geschweige denn "Rendite, was drei verschiedene Begriffe darstellt. In der derzeitigen Situation müsste ein Fonds der so im Minus ist, wie fast alle deutschen Fonds, ja mehr bringen als die versprochenen 12 % um irgendwann wieder auf dem gleichen Niveau zu sein
wie eine Rentenversicherung, die von der Allianz bis diesem Jahr mit 7,5% Zins belegt wurde.
(Aktuell 6,8%). Wann dieser Schnittpunkt da ist, kann keiner prognostizieren und es kommt auch auf die Restlaufzeit der Verträge im Vergleich an, also ob die fondgebunde Variante noch genügend Zeit hat wieder Boden gut zu machen. Ich rate daher also sich sehr wohl Gedanken zu machen über den Abschluss eines solchen Vertrags. Fairerweise muss man sagen, daß die derzeitigen Kursniveaus auch einen Einstieg rechtfertigen, aber nicht bei einem Versicherer. Eine idealere Lösung wäre meiner Meinung nach eine Rentenversicherung und einen völlig separaten Investmentfonds, wo ich so flexibel bin, daß ich ihn jederzeit verkaufen, stillegen, switchen etc. kann. Zudem bringt der Fonds unabhängig von der Versicherung einfach etwas mehr. Ein seriöser Vertreter verkauft meiner Meinung nach eine Berufsunfähigkeitsrente, eine gute Absicherung über eine Risikolebensversicherung für den Todesfall, sofern gebraucht und als Altersvorsorge eine Rentenversicherung, ambesten über den Betrieb. Als zusätzliche Sparmaßnahme einen Fonds oder sogar ein kleines Aktiendepot. Aber das liegt in der Entscheidung jedes einzelnen.